3dfx Interactive (zuvor 3Dfx Interactive) war von seiner Gründung 1994 bis zur Übernahme durch den Konkurrenten Nvidia im Dezember 2000 ein Unternehmen, das auf die Produktion von 3D-Grafikkarten, 3D-Beschleunigerkarten und Grafikprozessoren spezialisiert war.
1999 wurde schließlich der lang erwartete Nachfolger des Voodoo2 vorgestellt, die Voodoo3-Chipfamilie. Erstmals komplett in Eigenregie produziert, konnten die verschiedenen Modelle des Voodoo3-Chips (Codename Avenger) nach anfänglich massiven Lieferschwierigkeiten nur langsam den zuvor an Nvidia verlorenen Marktanteil zurückgewinnen.
3dfx konzentrierte sich nach dem eher missglückten Start der Voodoo3-Familie bald auf die Entwicklung einer neuen Chipfamilie mit dem Codenamen Napalm. Diese später VSA-100 getaufte Chipfamilie kam in den im Mai 2000 vorgestellten und nur in geringen Stückzahlen ausgelieferten Produkten Voodoo 4 4500 und Voodoo 5 5500 zum Einsatz , zwei weitere geplante Varianten, die Voodoo 5 5000 und Voodoo 5 6000, waren im freien Handel nie erhältlich. Da der VSA-100 große Probleme mit der Hitzeentwicklung hatte, wurde eine Weiterentwicklung gegen Ende von 3dfx in Angriff genommen. Der VSA-101 (Codename Daytona), welcher nur in sehr kleinen Stückzahlen als Prototyp einige wenige Kunden erreichte, sollte dieses Problem beseitigen. Auch eine Implementierung vom DDR-SDRAM-Support war in ihm enthalten, jedoch mit einer auf die Hälfte reduzierten Busbreite, was den Vorteil der DDR-Technik wieder aufhob. Diese für 3dfx neue Speicherart wurde auf den neuen Voodoo 4-2-Karten verbaut (Ausnahme: Voodoo 4-2 4000), die jedoch auch nur in extrem geringer Stückzahl produziert wurden.
Nach den Erfahrungen bei der Produktion des Voodoo 3 und des VSA-100 beschloss 3dfx, sich wieder auf das eigentliche Kerngeschäft, das Design von Chipsätzen, zu konzentrieren und die Sparte Grafikkartenherstellung alsbald zu veräußern. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.
Am 15. Dezember 2000 wurden alle 3dfx-Patente und Namensrechte von Nvidia aufgekauft. Außerdem wurden ca. 100 Mitarbeiter übernommen. 3dfx hatte in den letzten zwei Geschäftsquartalen rund 280 Millionen US$ Verlust erwirtschaftet. Im Interesse der Aktionäre wurde Nvidias Angebot von 70 Mio. US$ in bar und 42 Mio. US$ in Aktien akzeptiert.
Nvidia erwarb damit alle Marken- und Patentrechte (damit erledigten sich auch einige Rechtsstreite) inklusive der erst am 27. März 2000 hinzugekauften GigaPixel-Technologie und die DirectX-8-Grafikchips (in Entwicklung) Rampage/Sage.
3dfx behielt das Werk in Mexiko und alle (fertigen) Kartenbestände. Diese wurden dann aber bald darauf auch abgewickelt.
Da eine Reihe von bekannten Spielen ausschließlich 3dfx-Karten unterstützen, manche sogar zwingend voraussetzten, und bei anderen nur mit 3dfx alle Effekte darstellbar waren, wurden sogenannte "Glide Wrapper" geschrieben, die die Befehle von Glide auf Standards wie Direct3D oder OpenGL abbilden. Damit ist es möglich, solche Spiele in der Originalqualität auch auf modernen Grafikkarten laufen zu lassen, die von Haus aus nicht Glide unterstützen. Die hierzu entstandenen Projekte wie Openglide für OpenGL, dgVoodoo für Direct3D und Glidos (für DOS-Spiele, beide Standards) können kostenlos (Openglide, dgVoodoo) bzw. als Shareware (Glidos) heruntergeladen werden
Spiele, die mindestens einen weiteren 3D-Beschleuniger (Direct3D, OpenGL oder proprietär)
unterstützen sind hier nicht aufgeführt.
3dfx-Karte wird zwingend vorausgesetzt, sonst startet das Spiel nicht, d.h. es gibt auch keinen Softwaremodus
Exklusive 3dfx-Unterstützung zusätzlich zum Softwaremodus, d.h. weder Unterstützung von Direct3D/OpenGL noch direkte Unterstützung anderer Grafikkarten, auch nicht per Patch
Unterstützung anderer Karten und/oder Schnittstellen, aber mit exklusiven 3dfx-Features
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