Als Klingel bezeichnet man ein akustisches Signalgerät, bestehend aus einem metallenen Resonanzkörper (Glocke) und einem Hammer zur Anregung der Schwingung. Im Gegensatz zu Glocken werden Klingeln nicht durch einzelne Schläge, sondern mehrfach zu einem Dauerton angeregt. Als Klingel werden auch elektronische Klingeln bezeichnet, wie Melodieklingeln.
Der abgeleitete Begriff klingeln wird auch für akustische Signale verwendet, die heute nicht mehr durch eigentliche Klingeln erzeugt werden, insbesondere Telefone (Klingeltöne), elektronische Wecker und elektronische Haustürklingeln.
Die Aufgabe einer Klingel ist es, durch den Klingelton die Aufmerksamkeit des Adressaten zu erregen.
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Elektromechanische Klingeln arbeiten mit einem Wagnerschen Hammer oder mit Schwinganker. Der Wagnersche Hammer eignet sich zwar für Gleich- und Wechselstrom, verursacht aber durch die Schaltvorgänge im Betrieb Funkstörungen und Spannungsüberhöhungen, während die Schwingankerausführung zwar nur mit Wechselstrom arbeitet, aber dafür völlig funkstörungsfrei ist.
Es gibt aber auch Ausführungen mit zwei verschieden langen Röhren oder Platten. Beim Drücken der Klingeltaste zieht ein Elektromagnet einen Klöppel an und schlägt gegen die kürzere Röhre oder Platte. Beim Loslassen schnappt der Klöppel zurück und schlägt die zweite Röhre oder Platte an.
Mit dem Aufkommen der Elektronik gab es erweiterte Möglichkeiten zur Erzeugung von Klingeltönen. Die Entwicklung höher integrierter Mobiltelefone benutzten von Anfang an elektronische Klingeltöne. Auch bei Weckern wurden die erweiterten Möglichkeiten genutzt. Klingeltöne konnten programmiert werden. Gebräuchliche 3-Klang-ICs für Haustürklingeln sind SAB 600 und SAE 800. Moderne Schaltkreise ermöglichten, die bis dahin für Klingeltöne verwendeten Signale durch Aufzeichnungen von Melodien zu ersetzen.
Angedacht, aber noch nicht zur Serienreife entwickelt
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