Ein Maschinensender ist ein Erzeuger ungedämpfter elektromagnetischer Schwingungen ohne Elektronik.
In der Anfangszeit der Funktechnik gab es noch keine Möglichkeit, ungedämpfte Schwingungen rein elektronisch zu erzeugen. Neben der Lichtbogentechnik gab es noch die Lösung, diese Schwingungen mit Hilfe eines Motors (also mechanisch) zu erzeugen. Hierzu waren schnelldrehende Generatoren erforderlich, deren Rotor und Stator sehr fein unterteilt waren. Um 1904 wurde mit solchen Maschinensendern im Längstwellenbereich gearbeitet. Typische Werte waren z. B. 50 kW Sendeleistung auf 50 kHz (Wellenlänge 6000 m).
Pioniere waren neben anderen Reginald Fessenden, Charles P. Steinmetz und Ernst Alexanderson.
Als in den 1920er Jahren die Elektronenröhre aufkam, verloren die Lichtbogen- und Maschinensender rasch an Bedeutung. Dazu beigetragen hat auch die damals durch Funkamateure gemachte Entdeckung, dass sich die bis anhin als "wertlos" betrachteten Kurzwellen besser und auch wirtschaftlicher für interkontinentale Verbindungen eignen als Längstwellen. Mittels der Röhrentechnologie konnten diese höheren Frequenzen und auch mehr Sendeleistung erzielt werden. Um 1928 wurde die letzte große Maschinensenderstation von der deutschen Firma Telefunken in Japan aufgebaut. Der letzte noch funktionsfähige Maschinensender stammt aus dem Jahr 1924 und befindet sich in Grimeton (Schweden). Er nutzt das Rufzeichen SAQ. Die Sendeanlage ist UNESCO-Welterbe.
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